UA-113788553-2 NEBENJOB SONGS

SONG FÜR SONG

Wer bist du

(Text: T. G. Huemer/ Musik: G. Gfrerer)

Du bist das Flugzeug in meinen Träumen

Und der Sack auf meiner Wagenburg

Du bist das Obst unter den Bäumen

Und mein betrunkener Herzchirurg

 

Du bist der Weg zur Guillotine

und der Finger im Kerzenlicht

du machst nichts mir zuliebe

Windschutzscheibe ohne Sicht

In deinen Adern fließt Kerosin

In deinem Atem sitzt die Pest

Ich wollte vor Jahren vor dir fliehen

Aber heute gibt’s du mir den Rest

 

Du bist das Bett in das ich täglich nässe

Und der Freund der mich verrät

Du bist das Loch im Schweizerkäse

Und der Schuss der sich versehentlich entlädt


In deinem Herzen sitzen Gallensteine

In deinen Augen stirbt ein Reh

Deine Briefe sagen lass mich alleine

Mir wird schlecht wenn ich Dich seh

 

Du bist der Schmutz am Ende jeden Tages

Und der Hund der meine Knochen nagt

Du verlangst Eintritt in den Hades

Und bist der der mich um Hilfe fragt

 

Deine Zukunft will ein jeder meiden

Der sich am Leben freuen will

Lass den spreu sich vom weizen scheiden

alle Uhren stehen still

Du bist die Inschrift auf dem Grab

Und das INRI auf dem Kreuz

Du bist die Krankheit die ich hab

Und das Taschentuch in das ich mich schneuz'

 

Du bist das Loch in meiner Hose

Und der Arsch im Angesicht

Du bist der Stachel an der Rose

Und der Papagei der spricht

Ein Sterbender macht Pläne

(Text: Thomas G. Huemer / Musik: G. Gfrerer)

 

Blick nicht ins Licht der Sonne

In diesem Augenblick ist nichts als Schmerz

Und blind hast du nichts gewonnen

Oder ist das Leben nichts anderes als ein Scherz

 

Ein Sterbender macht Pläne 

Und tanzt im Stechschritt einer Uhr

Möchte sich an Deine Schultern lehnen

von der Decke hängt eine Schlinge an der Schnur

 

Spring nicht in dieses Leben

Verbrennst Dir nur das Herz

Niemand wird Dir das vergeben

Und ohne Sünden nimmt Dich keiner ernst

Ein Sterbender macht Pläne

Klammert sich an die letzten Seufzer einer Uhr

Die Wölfe wetzen ihre Zähne

Und du sagst was machen wir hier nur

Verlier Dich nicht in dieser Liebe

Trau dem Frieden nicht

Draußen warten schon die Diebe

Auf die Stunde in der das Licht erlischt

Ein Sterbender macht Pläne

Atmet noch einmal ein

Verzeih dass ich das erwähne

Aber dieses leben macht klein und gemein

 

Komm zurück zu mir nach Hause 

Vielleicht gibt es diesen Ort

Der wie ein Zuhause aussieht

Oder geh einfach mit mir fort

 

Ein Sterbender macht Pläne

Viel Zeit bleibt nicht mehr über

Kalt ist die Schulter an die ich mich lehne

Schließ die Augen es geht schnell vorüber

Kurz vor dem Urknall

(Text: T. G. Huemer /Musik: G. Gfrerer)

 

Kurz vor dem Urknall

Kurz vor dem Fall

Kurz bevor der Tag kam

Und alles begann

 

Hinter den Linien

Deines Gesichtes

Verbergen sich Dinge

Verbirgt sich das Nichts

 

Kurz vor dem Urknall

Weit weg vom Licht

Überlass nichts dem Zufall

Beweg dich noch nicht

 

Vorne ist hinten

Unten ist links

Versteckt eure Flinten

Wenn’s nicht falsch ist, dann stimmt’s

 

Kurz vor dem Urknall

Öffne den Mund

Das ist kein Unfall

Die Erde ist rund

 

Gewissen sind Bisse

Und Herzen sind taub

In den Wänden sind risse

Unter den Bäumen ist Laub

 

Kurz vor dem Urknall

Nun ist es Zeit

Das ist ein Anfang

Es tut mir so leid

 

Schau in die Runde

Die Rettung ist nah

Wir gehen vor die Hunde

Trarie und trara..

 

Kurz vor dem Urknall

Und ganz kurz danach

Alles ein Reinfall

Dass ich nicht lach....

Kurz vor dem Urknall

Kurz vor dem Fall

Kurz bevor der Tag kam

Und alles begann

Hallo!

(Text: T. G. Huemer, / Musik: T.G. Huemer, G. Gfrerer)

 

Hallo Inquisition, hallo Polizei

Ich bin am Telefon 

Wie lang seid ihr schon dabei

 

Ein falsches Bild 

Und du bist hin

Freiwild

Ich glaub ich spinn'

Hallo!

Gehts euch noch gut?!

Auf und davon

Es brennt der Hut

Ein Gelächter 

Am falschen Ort

Irgendein Sittenenwächter

Droht dir mit Mord

 

Du hängst nackt 

Im Aquarium drin

Und irgendwer fragt dich

Ob ich das bin

Sag nur ein Wort

Und deine Seele wird verkauft

Du wirst abgehört

Bis Deine Zeit abläuft

 

Am Ende wird es heißen

Ist er eingegangen

Still und leise

Hat es angefangen...

Kalt

(Text: T. G. Huemer / Musik: G. Gfrerer)

 

 

Wollte dich nicht mehr sehen

hab ein Bild von dir gemacht

wollte nicht nach Hause gehen

hab alle Lichter ausgemacht

Es ist so kalt, so kalt bei dir

Weit sind wir gekommen

Wenn du willst dann bleib ich hier

Sag mir was ist damit gewonnen

 

Die Schlampen die an der Straße steh'n

Sind viel lieber als du jemals warst

Kannst du das nicht verstehen

Ich will dich wirklich nicht mehr seh'n

Es ist so kalt so kalt bei dir

Weit sind wir gekommen

Wenn du willst dann bleib ich hier

Sag mir was ist damit gewonnen

Du stehst am Geländer

Schau wie kalt das Wasser ist

So kalt wie Deine Hände

Weil du sie nicht vergisst

 

Am Abend schleich ich mich zu dir

Und hoffe dass es niemand merkt

Aber du sagst zu mir

Unsere Blumen sind verwelkt

Liebeslied

(Text & Musik: T. G. Huemer)

 

Wenn du nicht da bist

Sehe ich alle Dinge doppelt

Und bemerke dass der Tag zwei Enden hat

An dem einen ist es dunkel

An dem anderen ist Nacht

 

Wenn du nicht da bist

Schweigen alle Uhren

Und die Decke drückt mich platt

Und die Fenster geht nach innen

Und innen ist es kalt

Liebeslieder gibt es viele

Aber dieses ist nur für dich

Geliebt haben sich schon viele

Aber niemand so wie ich dich

 

Wenn du nicht da bist

Läuten alle Glocken

Auf dem Friedhof und ich lieg wach

Schnee bedeckt die Gräber

Und ich friere so auf dem Bett auf dem du lagst

 

Wenn du nicht da bist

Fällt ein Stück vom Himmel

Hier in meine Hände und ich weiß genau

Wenn du nicht kommst, dann wird es schlimmer

Als ich mir jetzt zu sagen trau'

Liebeslieder gibt es viele

Dieses ist nur für dich

Denn geliebt haben (sich) schon viele

Aber niemand so wie ich dich

Krokodile weinen (wenn sie ihre Opfer fressen)

(Text: T. G. Huemer & Musik: G. Gfrerer)

 

 

Steig nicht ein, wenn der Zug abfährt

Der nächste kommt bestimmt

Ich weiß nicht, wer mit wem verkehrt

Sag Du mir nicht, wie man sich benimmt

 

Krokodile weinen, wenn sie ihre Opfer fressen

Nach dem Regen scheint wieder die Sonne

Irgendwann wirst du das vergessen

Ausgepresst wie eine Zitrone

 

Die Revolution frisst ihre Kinder

Der Preis für Kokain ist wieder gestiegen

Als er sagte: "Ich liebe Dich für immer"

Hat er Dich nur angelogen

Krokodile weinen, wenn sie ihre Opfer fressen

Nach dem Regen scheint wieder die Sonne

Irgendwann wirst du das vergessen

Ausgepresst wie eine Zitrone

Du hast nur zu weinen vergessen

Erzähl das Deinem Psychiater

Niemand hat niemanden gefressen

Sag mal was soll das ganze Theater

 

Aber niemand weinte, als der Zug abfuhr

Und niemand sah das rote Licht

Sah nur, wie irgendwer etwas verlor

Was es war, das weiß ich nicht

Krokodile weinen, wenn sie ihre Opfer fressen

Nach dem Regen scheint wieder die Sonne

Irgendwann wirst du das vergessen

Ausgepresst wie eine Zitrone 

Plattform

(Text: T. G. Huemer / Musik: T. G. Huemer, G. Gfrerer)



Wenn das Leben eine Plattform ist
Ist meine längst gesunken
Die Hälfte der Mannschaft wird vermisst
Die anderen sind alle schon ertrunken

In der Hall of Fame für Idioten
Ist in der ersten Reihe noch was frei
Das verlassen des Gebäudes ist verboten
Du sitzt seit Jahren drin und denkst Dir nichts dabei

Wenn das Glück den vorbereiteten Geist bevorzugt
Hast du die falschen Vokabel gelernt 
Und weil das Pech niemanden beeindruckt
Hat sie dich wie einen zahn aus deinem Leben entfernt

 

Und wenn ich zu dir sage
Wann darf ich wieder zurück zu dir
Sagst du was ist das für eine Frage
Verpiss dich und bleib für immer fort von mir

Der Käpt'n verlässt  immer als erster das sinkende Schiff
Darauf kannst du bauen
Und wenn du das nicht glauben willst
Brauchst du nur zum Fenster rauszuschauen

Und wenn das Meer einmal ausgetrocknet ist
Werden zahlreiche Plattformen gefunden
Niemand hat sie bis dahin vermisst
Sind ohne Grund im Meer verschwunden

Besetzung:

Thomas G. Huemer / Gesang

Georgie Gfrerer / E-Gitarre, Akustikgitarre, Hintergrundgesang

Martin Muhr / Bass, Fretless

Georg A. Huemer / Trompete, Flügelhorn

Michael Sarsteiner / Schlagzeug auf "Sterbender", "Wer bist du",  "Hallo"; "Krokodile"

Außerdem:

 

Christoph Campregher / Orgel auf "Hallo"

Christian Lang / Hammond Orgel, Synthesizer auf "Sterbender"

Richard Pistauer / Schlagzeug auf "Urknall", "Kalt", "Plattform" "Liebeslied"

Felicia Schneggenburger / Hintergrundgesang auf "Hallo"

Fridolin Stolz / 2. Rhytmus-E-Gitarre auf "Hallo", Ukulele auf "Urknall", Banjo auf "Plattform"

Produktion:

Matthias Reindl / Recording, Mix & Mastering

Aufgenommen bei Parkdeck  Recording, Weissenkirchen

 

Georg Gfrerer / Produktion & Arrangements

Vertretung: Nobody Home Management

Illustrationen:

Ramón J. Lobo

Fotos:

Ingo Pertramer (Straßenszenen)

Christian Fuchs (Live-Fotos)

All Copyrights by Nobody Home Recording

© Nebenjob 2017 // Nobody Home Management

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